Reglementen Special klasse NK ORR Art – Deutsch

Art. 1 DEFINITION
Die Sonderklasse bzw. „Special Class“ umfasst Fahrzeuge mit vier Rädern, konstruiert oder geändert für die Fahrt im Gelände und/oder auf unbefestigten Straßen, zur Erreichung einer hohen Geschwindigkeit und mit mindestens zwei Sitzen.
In diesem Reglement für die Sonderklasse sind Einschränkungen, Ergänzungen sowie ggfls. Änderungen aufgeführt.
Diese Klasse nimmt nicht an der Niederländischen Off Road Meisterschaft teil.
Ein Fahrzeug, dessen Konstruktion als gefährlich erscheint, kann durch Einschätzung dieser Tatsache den Rennleiter oder Stewards ausgeschlossen werden.

Art. 2 ZUGELASSENE Modifikationen und Änderungen der Sonderklasse (Special Cars)
2.1 Änderungen
Alle Änderungen und / oder Modifikationen sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet oder durch das erforderliche Kapitel “Sicherheits Ausrüstung” gefordert. Die Komponenten des Autos müssen ihre ursprüngliche Funktion behalten.
Es ist die Pflicht des Teilnehmers den technischen Inspektoren zu zeigen, dass sein / ihr Fahrzeug während der Veranstaltung alle im Reglement aufgeführten Punkten erfüllt.
Das Fahrzeug muss der jeweiligen nationalen Straßenverkehrsordnung des Landes, in dem die Veranstaltung stattfindet, entsprechen.
2.2 Sonstige Änderungen
Die Verwendung von Magnesium- oder Titanlegierungen ist verboten, außer bei Felgen oder als Teil eines Homogolierten Fahrzeuges. Titan ist nur bei zugelassenen Komponenten wie „Schnellkupplungen“ erlaubt (mit Ausnahme des Bremssystems).
2.3 Beschädigte Gewinde dürfen durch ein neues Gewinde des gleichen Innendurchmessers zum Einschrauben (“Heli-Coil” Typ) ersetzt werden.
2.4 Freie Teile
Der Ausdruck “frei” bedeutet, dass das ursprüngliche Teil sowie die jeweilige Funktion entfernt oder durch ein neues Teil ersetzt wurde, vorausgesetzt, dass das neue Teil keine Zusatzfunktion in Bezug auf die Originalteile hat.

Art. 3 KAROSSERIE
3.1 Die Karosserie eines Fahrzeugs der Special Class kann unterschiedlicher Herkunft oder Marke sein und muss nicht zum ursprünglichen Chassis gehören, solange Fahrer und Beifahrer sicher und komfortabel platznehmen können.
3.2 Die verwendeten Materialien sind frei. Alle Teile der Karosserie müssen sowohl innen und außen glatt verarbeitet sein und dürfen keine scharfen Kanten oder Ecken haben.
3.3 Die Breite der Karosserie sollte nicht mehr als 200 cm betragen., Die Räder dürfen nicht über die Karosserie heraus stehen.
3.4 Das Cockpit muss abschließbare Türen haben, die mindestens 60 cm breit und 80 cm hoch sind.

Art. 4 RAHMEN
4.1 Der Rahmen, der die Karosserie trägt, oder eine selbsttragender Rahmen muss von einem Geländewagen sein, der im normalen Handel erhältlich ist.. Schweißen und / oder Verstärkungen anzubringen ist erlaubt.
Das Erleichtern des Rahmens durch das Bohren von Löchern oder durch das Entfernen von tragenden Teilen, ist nicht gestattet.
In einem Rohrrahmen-Chassis sind nur Eisenhaltige Rohre zugelassen. Die Dicke der Röhre,
die den Rahmen ausmachen dürfen nicht weniger als 1,5 mm betragen. Alle Rohre des Käfigs wie in Artikel 283-8.3.1 definiert (Zeichnungen 253-1, 253-2, 253-3), müssen eine Mindestdicke von
50 x 2 mm oder 45×2.5 mm haben. Das Auto muss vom Aufbau her unmittelbar hinter dem Fahrer breiter sein als seine Schultern und bei angelegten Gurten über seinen Kopf incl. Helm hinaus ragen.
4.2 Das Ändern der Federung und / oder Suspension ist zulässig. Die Anzahl und Art der Dämpfer pro Rad ist unter der Bedingung freigegeben, dass mindestens 1 Dämpfer pro Rad auch tatsächlich als Stoßdämpfer dient.
4.3 Das Mindestgewicht für die Sonderklasse (Special Class): Die Fahrzeuge müssen entsprechend der folgenden Tabelle das jeweilige Mindestgewicht in Bezug auf den Hubraum (Kubikzentimeter) aufweisen. Für aufgeladene Dieselmotoren wird die
Nennleistung multipliziert mit einem Koeffizienten von 1,5, wobei das Fahrzeug nach den fiktiv berechneten Kubikzentimetern eingeteilt wird.
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Zylindervolumen (cm3) Gewicht (kg)
um 1600 1012
über 1600 bis 2000 in 1188
über 2000 bis 2250 und 1320
über 2250 und bis zu und einschließlich 2500 1408
über 2500 und bis zu und einschließlich 2750 1441
über 2750 und bis zu und einschließlich 3000 1474
über 3000 und bis zu und einschließlich 3250 1507
über 3250 und von 1540 bis 3500
über 3500 und bis zu und einschließlich 3750 1573
über 3750 und bis zu und einschließlich 4000 1606
ab 4000 und bis einschließlich 4250 1639
über 4250 und von 4500 bis 1672
über 4500 und bis zu und einschließlich 4750 1705
über 4750 und 1738 bis 5000
über 5000 und bis zu und einschließlich 5250 1771
über 5250 und bis zu und einschließlich 5500 1804
über 5500 und bis einschließlich 5750, 1837
über 5750 und bis zu und einschließlich 6000 1870
über 6000 und bis einschließlich 6250 1903
über 6250 und bis zu und einschließlich 6500 1936
über 6500 und 6750 bis 1969
über 6750 und bis zu und einschließlich 7000 2002
über 7000 und bis zu und einschließlich 7250 2035
über 7250 und bis zu und einschließlich 7500 2068

Das Mindestgewicht eines Fahrzeugs umfasst die Sicherheitsausrüstung und Reserverad/räder, jedoch nicht die Besatzung, Kraftstoff, Gepäck, Werkzeug, Wagenheber, Ersatzteile, Navigation und Kommunikations-Ausrüstung und Lebensmittel. Im Zweifelsfall werden die technischen Kommissare den Kraftstofftank leeren, um das Gewicht zu überprüfen.

Art. 5 MOTOR
5.1 Der Motor ist kann frei gewählt werden, muss aber von einem bestehenden Fahrzeug (Personen / Geländewagen) und auch normalerweise im Handel erhältlich sein.
5.2 Benzinmotoren dürfen maximal eine Kapazität von bis zu 5500 cm3 haben.
Benzinmotoren mit Turboaufladung sind verboten.
5.3 Für Dieselmotoren, bestimmt die Verschiebung bis zu 5000 cm3 (Nennkapazität)
Turbo Aufladung ist nicht zulässig.
5.4 Es gibt keine Beschränkung für den Durchmesser des Lufteinlasses der in den Kompressor führt. Die Kühlung der Einlassluft von einem separaten Kühler ist gestattet.
5.5 Abgassystem und Schalldämpfer
Autos, die an einer Veranstaltung auf öffentlichen Straßen teilnehmen, müssen mit einem
Schalldämpfer ausgestattet sein, der wiederum den gesetzlichen Anforderungen des Landes oder der Länder entspricht, in dem die Veranstaltung stattfindet. Die Abgasanlage darf nicht durch das Auto im inneren verlegt werden.
Der Austrittsstutzen muss horizontal oder nach oben gerichtet sein.
Die Öffnungen der Abgasleitungen müssen in einer Höhe von aufgestellt werden:
Maximal 80 cm – Mindestens 10 cm über dem Boden im Falle eines seitlichen Ausganges.

Das Aussenkante des Abgasrohres muss sich im Perimeter des Fahrzeuges, in einem Abstand von weniger, als 10 cm von dem Umfang und der Rückseite der vertikalen Ebene durch die Mitte des Räder befinden.

Darüber hinaus muss ein angemessener Schutz installiert werden, um zu verhindern, dass die heißen Rohre Verbrennungen verursachen.
Die Abgasanlage darf nicht temporär installiert sein (etwa 1 Rennen). Abgase dürfen nur die Abgasanlage nur am Ende verlassen.
Das Abgas darf nicht durch Karosserieteile hindurch bzw. durch diese geleitet werden.
5.6 Rauch
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Eine übermässige Rauchentwicklung des Motors ist verboten.
5.7 Es dürfen nur zulässige zur Verfügung stehende Kraftstoffe wie Benzin, um max. 99 RON, Diesel und LPG verwendet werden.
5.8 Eine Drosselung muss nicht erfolgen.

Art. 6 ANTRIEB
6.1 Alle Fahrzeuge müssen zu Beginn der Veranstaltung mit einem funktionierenden Rückwärtsgang ausgestattet sein und vom Fahrer vom Sitzplatz aus bedient werden können. Die Anzahl der Gänge spielt dabei keine Bedeutung.
6.2 Permanenter oder zuschaltbarer Allradantrieb ist kann zu jeder Zeit benutzt werden und muss nicht zum Standard Fahrzeug gehören.
6.3 Differentiale sind frei wählbar. Eine zusätzliche Schmierung und Kühlung ist erlaubt.
Eine lenkende Hinterachse ist nicht zulässig.
6.4 Die maximale Höhe eines Reifens ist 890 mm, die Felge darf 10 Zoll breit sein. Die Felgen müssen normal im Handel erhältlich sein.
6.5 Reifen, die speziell für landwirtschaftliche Zwecke hergestellt werden, sind nicht erlaubt. Die Verwendung von Schneeketten und Spikes sind verboten, außer für Besondere, von der Organisation oder vom Veranstalter festzulegende Szenarien.
erlaubt.
6.6 Räder, ganz oder teilweise aus Verbundwerkstoffen, sind verboten.

Art. 7 FEDERUNG/DÄMPFER
7.1 Einzelne Komponenten der Suspension/Federung/Dämpfer, die ganz oder teilweise aus Verbundwerkstoffen bestehen, sind nicht gestattet.
7.2 Fabrikmarke und Typ der Stoßdämpfer sind frei wählbar. Es gilt: Mindestens 1 Dämpfer pro Rad.
7.3 Der Federweg ist frei wählbar.

Art. 8 KAROSSERIE/FAHRGESTELL
8.1 Fahrerkabine
Es dürfen nur die folgenden Zubehörteile im Fahrzeuginnenraum eingebaut werden:
Werkzeug, Sicherheitsausrüstung, elektronische Geräte, Material, Lenkrad und eine Scheibenwaschanlage.
Es ist erlaubt, zusätzliche Reserverad/räder, Ersatzteile und Ballast (falls
erlaubt in der Fahrerkabine) zu installieren.
Behälter für Helme und Werkzeuge, die in der Fahrgastzelle angeordnet sind,
müssen aus nicht brennbarem Material hergestellt sein, und sie dürfen im Falle eines Feuers keine giftigen Dämpfe verteilen.
8.2 Scheinwerfer Montage und Schutz
Das Bohren von Löchern in dem Blech an der Vorderseite für die Befestigung der Lampenträger ist nur dann erlaubt, wenn für diese Befestigungen das Material geeignet ist.
Nichtreflektierende Abschirmungen aus flexiblem Material, die an den Scheinwerfern
bestätigt sind und in Kontakt mit dem Glas stehen, sind zulässig.
8.3 Jedes Objekt, das gefährlich sein kann (brennbare Stoffe usw.) muss außerhalb des
Fahrgastraumes transportiert werden.
8,4 Die Schalter des Sicherheitssystems außerhalb des Fahrzeugs dürfen mit flexiblem Schutzmaterial (Gummicover) abgedeckt sein.

Art. 9 ELEKTRIK
10.1 Batterie
Die Marke und die Kapazität der Batterie ist Wahlfrei. Jede Batterie muss ordnungsgemäß gesichert und abgedeckt werden um Kurzschlüsse und Auslaufen zu verhindern. Die Anzahl der Batterien ist frei.
Wenn die Batterie aus ihrer ursprünglichen Position versetzt wird, muss der neue Platz fest an der Karosse in einem Halter aus festgeschraubt sein. Ausserdem muss die Batterie durch 2 aus Stahl bestehenden Klemmen, ggfls. Isoliert, verschraubt sein, um eine optimale Befestigung an der Karosserie und einen festen, spielfreien Sitz zu gewährleisten..
Die Befestigung dieser Klammern muss mit Schrauben mit einem Durchmesser von mindestens. 8 mm erfolgen, zudem sollte unter jeder Schraube oder Mutter eine Verstärkungsplatte angeordnet sein, die eine Dicke von mindestens 3 mm und eine Oberfläche von mindestens 20 cm2 besitzt.
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Ein nasser Akku muss sich in einer auslaufsicheren Kunststoffbox befinden und diese wiederum separat befestigt sein. Die Anordnung der Batterie ist freigestellt, wenn die Batterie in der Fahrgastzelle angeordnet ist,
Im Falle einer nassen Batterie muss die Kunststoff Abdeckung eine Entlüftung haben die von der Fahrgastzelle nach aussen führt.
Bei einer Trockenzelle müssen beide Batterieklemmen abgedeckt werden.
10.2 Ein geschlossener Kreislauf wird nur für das Motormanagement erlaubt.
Es ist auch zum Ein- / Entriegeln der automatische Differentialsysteme zulässig.
“Closed-Loop-System” Selbstlernmotormanagementsystem auf Basis von Lambda-Regelung.
Dies ermöglicht Toleranzen und Änderungen des Motors oder der Kraftstoffeinspritzung zu korrigieren, so dass der Motor unter normalen Bedingungen immer das optimale Kraftstoff-Gemisch von 14,7 Teilen Luft zu 1 Teil Kraftstoff (Lambda 1) erreicht.
10.3 Beleuchtung
Eine Nebelleuchte kann durch eine andere Lampe unter der Bedingung ersetzt werden, dass die ursprüngliche Befestigung gleich bleibt. Anbringen eines Rückfahrlichtes ist zulässig, sofern es nur bei eingelegtem Rückwärtsgang funktioniert.
Flash / Wave / Blitzleuchten sind verboten. Für bessere Sichtbarkeit bei eingeschränkter Sicht, im Gegensatz zu Dunkelheit (z.B. Staub) ist der Einsatz eines Blitz/Blinklichts oder Arbeitsleuchte zulässig, sofern sie an der Rückseite des Fahrzeugs auf der Außenseite des Fahrzeugs befestigt ist und eine Mindesthöhe von 1250 mm über dem Boden vorweisen kann. Die Leuchte muss vom Fahrgastraum schaltbar sein und kann in Kombination mit anderem Licht verbunden werden. Diese Beleuchtung darf nur verwendet werden, wenn die Umstände es erfordern und keine anderen Teilnehmer gestört werden.

Art. 10 SICHERHEIT
10.1 Ein Unterbodenschutz ist erlaubt.
10.2 Alle Fahrzeuge müssen mit einem oder zwei Handfeuerlöscher(n) ausgestattet sein. Eine Löschanlage wird empfohlen.
10.3 Zulässige Medien: AFFF, FX G-TEC, Viro3, Pulver, oder jedes andere von der FIA homologierte Löschmittel.
10.4 Minimale Menge des Löschmittels:
AFFF: 2,4 Liter
FX G-TEC: 2,0 kg
Viro3: 2,0 kg
Zero-360: 2,0 kg
Pulver: 2,0 kg
10.5 Alle Löschmittel müssen dementsprechend unter Druck gesetzt werden:
AFFF: in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Herstellers oder 12 bar
FX G-TEC und Viro3: nach den Anweisungen des Herstellers
Null 360: gemäß den Anweisungen des Herstellers
Pulver: 8 bar Mindestens, 13,5 bar Maximum.
Darüber hinaus sind Löscher, die mit AFFF gefüllt sind, mit einem System auszustatten, welches es ermöglicht, den Druck im Inhalt zu überprüfen.
10.6 Die folgenden Informationen müssen auf jedem Feuerlöscher sichtbar sein:
– Kapazität
– Art des Löschmittels
– Gewicht oder das Volumen des Löschmittels
– Datum wann der Feuerlöscher zugelassen und geprüft wurde.
(Feuerlöscher müssen überprüft werden mindestens 1x innerhalb von 2 Jahren vor der Veranstaltung.)
10.7 Alle Löschmittel müssen gut geschützt sein. Die Befestigungen müssen einer
Beschleunigung von 25g wiederstehen. Es werden nur Metallschnellverschlüsse mit Metallstreifen akzeptiert.
10,8 Min. einer der Feuerlöscher muss leicht für den Fahrer und Beifahrer zugänglich sein.
10.9 Der Treibstofftank, falls unter dem Fahrzeug platziert, muss mit ausreichendem Schutz versehen sein.
Wenn der ursprüngliche Kraftstofftank nicht verwendet wird und Kraftstoff oder Öltank
in der Konstruktion des Fahrzeuges eingebaut ist sollte dieser mit einer flüssigkeitsdichten Hülle versehen sein.
10.10 Sind die Seitenscheiben und Glasdach nicht aus Verbundglas hergestellt ist die Verwendung von transparenten und farblosen Film verpflichtend damit diese nicht auseinander springen. Die Dicke des Materials darf nicht größer als 100 Mikron sein.

Art. 12 LEITUNGEN, KRAFTSTOFFPUMPEN UND ELEK. KABEL
12.1 Kraftstoff- , Öl- und Bremsleitungen sind gegen auf jede Möglichkeit gegen
Schaden (Steine, Korrosion, mechanische Bruch, etc.) zu schützen.
12.2 Entspricht alles dem Serienstand ist kein zusätzlicher Schutz notwendig.
Es müssen Kraftstoffleitungen vom Luftfahrttyp als FT3 1999 FT3.5 oder FT5 Tank verwendet werden, die Verlegung der Leitungen ist frei wählbar.
Wenn sie geändert werden, müssen sie den Auflagen in den unten aufgeführten Artikeln angepasst werden.
Zusätzlicher Schutz gegen Gefahren von Feuer und Leckage ist zulässig.
Die elektrischen Leitungen, die ursprünglich nicht gegen Feuer geschützt werden sollten müssen jetzt geschützt sein.
12.3 Rohre, die Kühlflüssigkeit oder Öl führen, müssen außerhalb der Fahrerkabine angebracht sein. Leitungen mit Kraftstoff oder Hydraulikflüssigkeit dürfen durch die Fahrgastzelle laufend eingebaut sein.
Eine Unterbrechung bzw. Schraubverbindung ist nur an der vorderen und hinteren Feuerwand
nach Zeichnung-Nr. 253-59 und Nr. 253-60 zulässig.
Ausgenommen und gestattet sind Hauptzylinder und Reservoir, ein Behälter für Hydraulikflüssigkeit in der Fahrerkabine ist jedoch verboten.
Der Bremsflüssigkeitsbehälter muss sicher befestigt und geschützt sein, eine Abdeckung muss platziert sein damit es nicht entflammbar ist.
12.4 Kraftstoffpumpen und Ventile müssen sich außerhalb der Fahrzeugkabine befinden.
Nur Luft Ein- und Austrittsöffnungen und Leitungen für Luft und Lüftung sind in der
Fahrgastzelle erlaubt.
12.6 Die elektrischen Leitungen müssen mit einem nicht brennbaren Material geschützt sein.
12.7 Die selbstdichtenden Schnellkupplungen entsprechen einer Schlauchleitung und können, sofern zulässig, als Schlauch verwendet werden. Die Verwendung dieser Verbindungen für Bremsleitungen ist nicht zulässig.

Art. 13 BREMSSYSTEM
Ein doppeltwirkender Ring (Zweikreisbremsanlage), betätigt durch ein einzelnes Bremspedal, ist erforderlich. Das Pedal muss auf alle Rädern wirken. Bei Undichtigkeit im Bremssystem oder einem Defekt der Bremsleitungen muss das Pedal mindestens zwei Räder abbremsen können. Das Fahrzeug kann mit einer Handbremse auf einer Achse, die unabhängig von dem Hauptsystem arbeitet, ausgestattet werden (hydraulisch oder mechanisch).

Art. 14 ZUSÄTZLICHE ABRIEGELUNGEN
Mindestens zwei zusätzliche Sicherheitsverriegelungen müssen sowohl auf der Motorhaube als auch für den Kofferraum oder Heckklappe angebracht werden. Original Schlösser müssen entfernt oder außer Betrieb gesetzt werden Diese Verschlüsse müssen, US-Style ‘Verschlüsse sein, in anderen Worten, ein Bajonett durch einen Deckel, der fest angebracht ist,
mit einem Stift, der ebenfalls an die Haube angebracht ist. Bei Verwendung von Kunststoffteilen müssen Metall-Verstärkungen angebracht werden, um ein Lösen zu verhindern. Große Gegenstände die an Bord des Autos mitgenommen werden (wie Reserverad, Werkzeug, etc.) müssen fest fixiert sein. Die Verwendung elastischer Bänder ist verboten.

Art. 15 SICHERHEITSGURTE
15.1 Gurte
Die Verwendung von Sicherheitsgurten in Übereinstimmung mit FIA-Norm Nr. 8853/98 oder 8854/98 ist erforderlich.
Die Gurte können bis zu 5 Jahren nach Herstellungsdatum verwendet werden.
Standard 8854/98 (Vierpunktgurte) sind nach dem 1. Januar 2015 nicht mehr erlaubt.
Zwei Bandschneider (Lebens Hämmer mit integriertem Messer) müssen sich zu jederzeit im Fahrzeug befinden. Beide müssen einfach für den Fahrer und Beifahrer zu erreichen sein.
15.2 Befestigung
Es ist verboten Gurte am Sitz selbst oder an Sitzbefestigungen zu verankern.
Die Befestigungspunkte eines Serienfahrzeuges müssen verwendet werden. Wenn die Montage an den Befestigungspunkten nicht möglich ist dann müssen neue Befestigungspunkte installiert werden. Die kann auf dem Fahrgestell, an der Karosserie oder der Kabine erfolgen. Jeweils ein einzelner Befestigungspunkt für jeden Gurt sowie soweit wie möglich hinten liegend für die Schultergurte. Es ist zu beachten die Gurte nicht um scharfe
Kanten oder Ecken zu führen um Schäden zu verhindern.
Die empfohlene, geometrische Lage der Befestigungspunkte sind in Zeichnung Nr. gezeigt. 253-61 bzw. dargestellt.
Zeichnung 253-61
Die Schultergurte sollten nach unten führen und müssen wiederum so befestigt sein, dass der Winkel von der Horizontalen Oberseite der Rückenlehne nicht größer
als 45 ° ist. Es wird empfohlen dass dieser Winkel nicht größer als 10 ° ist. Der maximale Winkel der Befestigungspunkte der Schultergurte mit der Mittellinie des Sitzes beträgt 20°, nach oben oder unten (in der horizontalen Ebene gemessen).
Die Schultergurte können auch am Überrollbügel oder einem Querrohr befestigt werden oder in ähnlicher Weise an den oberen Befestigungspunkten verankert werden.
Rücksitzgurte können zur Befestigung auf eine Querverstärkung geführt werden.
Zeichnung 253-66
In diesem Fall ist die Verwendung einer Querverstärkung erlaubt unter den folgenden Bedingungen:
Die Querarmierung muss ein Rohr von mindestens 38 mm x 2,5 mm oder 40 mm x 2 mm sein, hergestellt aus kaltgezogenem, nahtlosem Kohlenstoffstahl mit einer Zugfestigkeit von mindestens 350 N / mm2.
Die Höhe dieser Verstärkung muss so liegen, dass die Schultergurte nach hinten und nach unten mit dem Winkel zwischen 10 ° und 45 ° zur Horizontalen vom oberen Ende der senkrechten Rückenlehne verlaufen. Auch hier wird ein Winkel von 10 ° empfohlen.
Das untere Band und Kreuzband dürfen nicht über die Seiten des Stuhles laufen, sondern müssen durch den Sitz hindurch entlang der Hüfte über eine möglichst große Fläche laufen um so einen grösstmöglichen Teil der o.a. Körperteile zu sichern. Das untere Band muss Straff zwischen Becken und dem oberen Abschnitt der Oberschenkel sitzen. In keinem Fall dürfen Gurte in der Nähe des Bauches sitzen.
Die Gurte können mittels Schleifen oder Schrauben befestigt werden, jedoch muss im letztgenannten Fall ein passendes Rohr für jeden Befestigungspunkt
eingesetzt werden (siehe Zeichnung 253-67 für die Abmessungen).

Zeichnung 253-67
Diese Rohre müssen Teil der Sicherheitszelle sein, die Gurte müssen mit Befestigungsschrauben M12 Klasse 8.8 oder 16.7 UNF Spezifikation angebracht werden.
– Jeder Befestigungspunkt muss in der Lage sein, einer Kraft von 1470 daN stand zu halten, bzw 720 da N für die Kreuzgurte. Wenn ein Befestigungspunkt für die Anbringung von zwei Gurten (nicht verwendet für Schultergurte) zulässig ist, ist die erforderliche Festigkeit gleich der Summe der einzeln erforderlichen Kräfte.
– Für jeden neuen Ankerpunkt muss eine Stahlverstärkungsplatte verwendet werden, die eine Oberfläche von mindestens 40 cm2 und eine Dicke von mindestens 3 mm hat.
– Grundsätze für die Befestigung an der Karosserie / Chassis:
1) Allgemeine Art der Befestigung (siehe Zeichnung Nr. 253-62).
2) Schultergurt Befestigung (siehe Zeichnung Nr. 253-63).
3) Kreuzbandbefestigung (siehe Zeichnung Nr. 253-64).
Zeichnung 253-62
Zeichnung 253-63
Zeichnung 253-
15.3 GEBRAUCH DER GURTE
Sicherheitsgurte, in der Ausführung wie ausgeliefert, sind nur zulässig, wenn keine Veränderung oder Entfernung von Teilen stattfindet und die Gurte in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Herstellers benutzt werden.
Die Wirksamkeit, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Sicherheitsgurte stehen in direkter Verbindung damit, auf welche Weise diese installiert, betrieben und gewartet werden. Die Sicherheitsgurte sollten ersetzt werden : Nach jedem Unfall, wenn das Gewebe beschädigt oder ausgefranst ist, aufgrund der sichtbar schwächenden Einwirkung von Sonnenlicht. Sie müssen ggf. auch ersetzt werden wenn Metallteile gebogen, verformt oder verrostet sind. Jeder Gurt, der nicht perfekt funktioniert, sollte ersetzt werden. Die Gurte sollten auch nach dem Ablauf der Frist entsprechend dem Herstellungsdatum vom Hersteller oder nach 5 Jahren nach 1. Gebrauch der Gurte ersetzt werden.

HINWEIS:Es ist nicht erlaubt, die Teile der Gurte selbst zusammen zu stellen oder zusammen zu setzen.

Nur komplette Sätze des Herstellers dürfen und müssen verwendet werden.
Diese Übersetzung ins Deutsche ist nur eine Hilfestellung. Gültig und Bindend ist das Reglement der NTA „ALGEMEEN REGLEMENT VOOR SPECIAL KLASSE“ auf der Website stgnta.nl in der jeweils aktuellen Form.